Fraser Island wird ja oft überschätzt

Um es vorwegzunehmen: Wir waren nicht auf Fraser-Island. Der Orkan den wir in Hervey-Bay erlebten, hat die Insel wohl so schwer getroffen, dass erstmal tagelanges Aufräumen angesagt war. Die Insel wurde wohl sogar zeitweise evakuiert. Nachdem wir noch ein paar Tage in Hervey Bay verlängert hatten (immer in der Hoffung, am nächsten Tag doch noch auf die Insel zu kommen…das Wetter war inzwischen nämlich wieder ok bis sehr gut) fuhren wir weiter nach Brisbane. Vorher haben wir aber noch die Möglichkeit genutzt und haben ein Whale-Watching Boot bestiegen, da in dieser Jahreszeit Humpback-Whales (Buckelwale) vor Australiens Ostküste überwintern. Und in der Tat haben wir Wale gesehen. Sogar ganz nah, als sie um unser Boot herumgeschwommen sind. Das ist definitiv ein besonderes Erlebnis, diese riesengroßen Tiere so Nahe zu sehen.
Auch ein Erlebnis der ganz besonderen Art war die Feuerwehr von Brisbane, die an diesem Tag Betriebsausflug hatte und sich (inkl. Familie) ebenfalls auf dem Whale-Watching Boot einfand. Schon beim Besteigen des Zubringerbusses war die Stimmung der Truppe gut und uns klar: Hier wird nicht nur das Feuer fachmännisch gelöscht, sondern auch der Brand (Warum sollten sich in dieser Beziehung deutsche und australische Feuerwehrleute unterscheiden ;-) ). Oder: Unser nächstes Ettapenziel Brisbane schickte uns schon ‘mal ein angemessenes Begrüßungskommitee. Cheers!
Die Ankunft in Brisbane (oder wie wir Aussies sagen: Brisi*) gestaltete sich überraschend einfach. Während wir in der 68.000 Seelen Gemeinde Mackay uns (ohne Karte) noch hoffungslos verfuhren, schafften wir in Brisbane eine Punktlandung auf unseren Campingplatz (ebenfalls ohne Karte).
Brisbane ist eine junge und schöne Stadt mit einem Fehler: Es fehlt das touristische Highlight, wie eine Oper in Sydney oder eine Golden Gate Bridge in San Fransisco. All’ sowas kann Brisi nicht bieten. Trotzdem lohnt die Stadt auf jeden Fall einen Besuch!
Nach dem anstrengenden Stadtaufenthalt in Brisbane ging unsere Fahrt weiter nach Byron Bay (Für den Finger auf der Landkarte: Immer weiter nach unten).
Byron Bay ist eine kleine Stadt am Cape Byron (dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes) und durch ein junges Publikum (und vielen Surfer) geprägt. Das Städtchen gefiel uns sogar so gut, daß wir entgegen unserer Planung dort noch einen Tag verlängert haben. Auch die Abreise viel uns wirklich schwer, hatten wir doch einen Campingplatz direkt am Strand.
Den gewonnenen Tag in Byron Bay begannen wir mit Bodyboarding. Wetsuit und Board konnte man sich günstig leihen und nach einiger Zeit des Ausprobierens und Abguckens ging das Wellenreiten richtig gut. Ich würde sogar sagen: sehr gut! Sollte ich nochmal nach Australien kommen, werde ich einen Surfkurs machen, solch einen Fetz macht das!
Leider mussten wird dann irgendwann weiter und Byron Bay verlassen, denn unsere letzte Woche in Australien hatte bereits begonnen. Nächstes Ziel: Port Stephens (Der Finger geht auf der Landkarte weit nach unten, fast bis Sydney).
Port Stephens bietet, neben großen Wanderdünen auch Koalas (haha) und Delphine was wir (bis auf die Koalas) auch in der Tat alles bewundern konnten.
Ab nun ist der Reiseplan aufgrund unserer geringen Restzeit in Australien, eigentlich schon recht fix. Heute (Samstag) werden wir ins Hunter Valley fahren und uns ein paar Weingüter ansehen. Sonntag geht’s dann weiter in die Bluemountains bei Sydney. Montag fahren wir nach Sydney wo wir bis Mittwoch (Abflug) bleiben.

*=In der Vorliebe zur Verniedlichung gleicht der gemeine Aussi dem gemeinen Hessen. Aus Brisbane wird Brissi, aus Magnetic Island Maggi usw. Bei uns wird aus Wurm Wermsche, aus Turm Termsche und aus Schirm Schermsche

Blogged with Flock

Bisher keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort