Archiv für September 2007|Monatliche Archivseite
Das Letzte

In wirklich aller letzter Minute noch ein Blogeintrag aus Australien. In 1.5 Stunden geht unser Flieger nach Singapore und dann weiter nach Frankfurt.
Die letzten Tage haben wir eigentlich wie geplant verbracht. Zuerst ein lohnenswerter Zwischenstop im Hunter Valley zur Weinprobe. Sehr leckere Weine probiert, gekauft und vernichtet.
Danach Weiterfahrt in die Blue Mountains („Von den blauen Bergen kommen wir…“). Die Blue Mountains sind das Naherholungsgebiet von Sydney (ca. 100km entfernt), was man auch in der touristischen Infrastruktur zu spüren bekommt. Die Straßen sind in Ordnung, es gibt Seilbahnen, dutzende Souveniershops und eine wirklich sehr schöne Natur. Nach zwei großen Wanderungen (muss ich noch Erwähnen, dass wir keine nennenswerten Tiere zu sehen bekamen?) ging’s dann am Montag nach Sydney. Dort haben wir gestern noch einen Tag (hauptsächlich mit
Shopping) verbracht. Gut, dass wir schon vor 4 Wochen hier waren um die Sightseeings abzuklappern. Dieser Woche ist in Sydney APEC (Asian Pacific Economic Conference) Konferenz und viele Bereiche der Stadt (Oper, The Rocks, …) sind eingezäunt und der öffentliche Personennahtransport läuft etwas eingeschränkt. Wir konnten dennoch das Sydney Aquarium besuchen, was wirklich sehr beeindurckend ist.
Alles in allem hatten wir also nochmal ein paar schöne Tage hier unten im südlichen Australien.
Jetzt geht’s zurück nach Deutschland. Wo es endlich wieder Klopapier gibt, dass beim Abrollen nicht reisst. Wo die Internetverbindungen konstanter sind und wo uns sicher Australien ganz schnell wieder fehlen wird.
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Fraser Island wird ja oft überschätzt

Um es vorwegzunehmen: Wir waren nicht auf Fraser-Island. Der Orkan den wir in Hervey-Bay erlebten, hat die Insel wohl so schwer getroffen, dass erstmal tagelanges Aufräumen angesagt war. Die Insel wurde wohl sogar zeitweise evakuiert. Nachdem wir noch ein paar Tage in Hervey Bay verlängert hatten (immer in der Hoffung, am nächsten Tag doch noch auf die Insel zu kommen…das Wetter war inzwischen nämlich wieder ok bis sehr gut) fuhren wir weiter nach Brisbane. Vorher haben wir aber noch die Möglichkeit genutzt und haben ein Whale-Watching Boot bestiegen, da in dieser Jahreszeit Humpback-Whales (Buckelwale) vor Australiens Ostküste überwintern. Und in der Tat haben wir Wale gesehen. Sogar ganz nah, als sie um unser Boot herumgeschwommen sind. Das ist definitiv ein besonderes Erlebnis, diese riesengroßen Tiere so Nahe zu sehen.
Auch ein Erlebnis der ganz besonderen Art war die Feuerwehr von Brisbane, die an diesem Tag Betriebsausflug hatte und sich (inkl. Familie) ebenfalls auf dem Whale-Watching Boot einfand. Schon beim Besteigen des Zubringerbusses war die Stimmung der Truppe gut und uns klar: Hier wird nicht nur das Feuer fachmännisch gelöscht, sondern auch der Brand (Warum sollten sich in dieser Beziehung deutsche und australische Feuerwehrleute unterscheiden
). Oder: Unser nächstes Ettapenziel Brisbane schickte uns schon ‘mal ein angemessenes Begrüßungskommitee. Cheers!
Die Ankunft in Brisbane (oder wie wir Aussies sagen: Brisi*) gestaltete sich überraschend einfach. Während wir in der 68.000 Seelen Gemeinde Mackay uns (ohne Karte) noch hoffungslos verfuhren, schafften wir in Brisbane eine Punktlandung auf unseren Campingplatz (ebenfalls ohne Karte).
Brisbane ist eine junge und schöne Stadt mit einem Fehler: Es fehlt das touristische Highlight, wie eine Oper in Sydney oder eine Golden Gate Bridge in San Fransisco. All’ sowas kann Brisi nicht bieten. Trotzdem lohnt die Stadt auf jeden Fall einen Besuch!
Nach dem anstrengenden Stadtaufenthalt in Brisbane ging unsere Fahrt weiter nach Byron Bay (Für den Finger auf der Landkarte: Immer weiter nach unten).
Byron Bay ist eine kleine Stadt am Cape Byron (dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes) und durch ein junges Publikum (und vielen Surfer) geprägt. Das Städtchen gefiel uns sogar so gut, daß wir entgegen unserer Planung dort noch einen Tag verlängert haben. Auch die Abreise viel uns wirklich schwer, hatten wir doch einen Campingplatz direkt am Strand.
Den gewonnenen Tag in Byron Bay begannen wir mit
Bodyboarding. Wetsuit und Board konnte man sich günstig leihen und nach einiger Zeit des Ausprobierens und Abguckens ging das Wellenreiten richtig gut. Ich würde sogar sagen: sehr gut! Sollte ich nochmal nach Australien kommen, werde ich einen Surfkurs machen, solch einen Fetz macht das!
Leider mussten wird dann irgendwann weiter und Byron Bay verlassen, denn unsere letzte Woche in Australien hatte bereits begonnen. Nächstes Ziel: Port Stephens (Der Finger geht auf der Landkarte weit nach unten, fast bis Sydney).
Port Stephens bietet, neben großen Wanderdünen auch Koalas (haha) und Delphine was wir (bis auf die Koalas) auch in der Tat alles bewundern konnten.
Ab nun ist der Reiseplan aufgrund unserer geringen Restzeit in Australien, eigentlich schon recht fix. Heute (Samstag) werden wir ins Hunter Valley fahren und uns ein paar Weingüter ansehen. Sonntag geht’s dann weiter in die Bluemountains bei Sydney. Montag fahren wir nach Sydney wo wir bis Mittwoch (Abflug) bleiben.
*=In der Vorliebe zur Verniedlichung gleicht der gemeine Aussi dem gemeinen Hessen. Aus Brisbane wird Brissi, aus Magnetic Island Maggi usw. Bei uns wird aus Wurm Wermsche, aus Turm Termsche und aus Schirm Schermsche
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Wir werden winken
Bei so einer Whale-Watching Tour lernt man doch so einiges…nicht nur über Wale. Auch das Beobachten der Spezies Mensch kann hier sehr interessant sein.
Wie verhalten sich Menschen beim Aufeinandertreffen mit einer Spezies, mit der nur nonverbal kommuniziert werden kann?
Ganz einfach: Sie winken und wedeln wie wild mit den Armen, optional rufen sie dazu noch „Huhu“, o.ä.
Jetzt stellen wir uns mal vor, eine intelligente außerirdische Spezies kommt eines Tages auf die Erde. Selbst wenn alles gut geht (sie also nicht von einer Horde Nazis verkloppt und durch die Straßen gebrügelt werden und auch das Amerikanische Militär bekommt sie nicht als Erster in die Finger) und die E.T’s mit uns kommunizieren wollten, werden wir als Antwort wohl nur stumpfsinnig winken (und optional „Huhu“ rufen).
Ich denke, E.T. und seine Freunde werden sich daraufhin ganz schnell wieder verabschieden und den Planeten Erde abhacken: „Mostly harmless“.
Oder E.T. und seine Freunde waren doch schon da und Erich von Däniken und seine Kumpanen hatten Recht was die Pyramiden, die Osterinsel-Statuen usw. angeht. Dann wird doch jetzt klar, warum E.T. uns nicht mehr besucht: Er bekommt ja doch nur zugewunken.
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Koala, Der
Koala, Der; Fabeltier aus der australischen Mythologie. Oft als kleiner grauer, knuddelliger Bär bildhaft dargestellt.
Bis in die Anfänge des 21. Jahrhunderts galt die Existenz des Koalas (auch in wissenschaftlichen Kreisen) als erwiesen. Erst genauere Untersuchungen von
Kahn und Lehmann (2007) ergaben, dass der Koala nicht existiert und im Reich der Fabelwesen einzuordnen ist. So konnten Kahn und Lehmann durch wiederholte Dämmerungs- und Nachtwanderungen im australischen Busch keine Beweise für realexistierende Koalas finden.
Die Theorie des Koalas konnte sich u.a. deshalb solange in wissenschaftlichen Kreisen halten, da ein von den Illuminaten (und/oder der australischen Regierung) betriebenes Tarn- und Täuschungssystem (primär zu touristischen Werbezwecken) unterhalten wurde. So wurden weltweit an zoologische Institute dutzende von Scheinkoalas verschickt, die einem echten Lebewesen täuschend ähnlich waren. In Wahrheit handelte es sich hierbei um elektronisch gesteuerte Teddybären der Marke Steif.
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Australien ist auch von der Entfernung her ‘n ganz anderes Land II
Es gibt tolle Dinge die man mit Fisch machen kann…
Zum Beispiel kann man Fische in ein Aquarium stecken und sich selbst dann stundenlang davor hocken.
Auch ordentlich filletiert und lecker gegrillt oder gebraten ist Fisch toll.
Eines sollte man jedoch niemals mit Fisch machen: panieren, frittieren und mit Pommes servieren.
Das Resultat dann auch noch zum Nationalgericht erklären, fällt wohl nur unseren Freunde aus dem Vereinten Königreichs ein.
Der Engländer an sich hat nun ‘mal einen sehr eigensinningen Humor.
Leider haben die Australier diese Unsitte der Fischzubereitung von ihrem Mutterland übernommen. Hier ist dringend eine Emanzipation notwendig.
Wir solltem dem noch jungen Land Mut zugesprochen: C’mon Aussi, you can do better!
Aussies und die BBQ-Bible
Der Australier an sich liebt das BBQ (bzw. das, was er darunter versteht). Überall (in Parks, an Stränden, auf Campingplätzen) gibt es öffentliche BBQ Plätze. Und so wird überall gebrutzelt, was das Zeug hält.
Solch eine BBQ Anlage besteht aus einer Gasflamme auf der sich eine große Metallplatte befindet, sodaß das kein offenes Feuer zu sehen ist, nirgends. D.h. mit Grillen über offenem Feuer hat das wenig zu tun, da das Grillgut immer nur auf einer heißen Metallplatte liegt. (Unter der Vorraussetzung, daß die Platte ordentlich heiß wird. Oft kam es bei mir vor, dass die Platte höchstens ein „Low-Fire“* entwickelte, sodass ich unsicher war, ob sich das Fleisch vom Garen grau verfärbt oder hier schon der Verrottungsprozess eingesetzt hat.)
Tut mir Leid liebe Aussies, dass ist kein BBQ. Das ist Kochen mit ‘ner gasbetriebenen Bratpfanne unter freiem Himmel. Auch nett, aber kein BBQ.
*=Laut BBQ-Bible ist ein Low-Fire ein 10 oder mehr Mississippi. Dabei wird die offene Hand ca. 10cm über der Glut gehalten und leise im Gedanken gezählt: „One Mississippi, two Mississippi, …“. Wenn man erst bei 10 oder später die Hand reflexartig aufgrund der Hitze wegzieht, hat man ein Low-Fire…und mit einem Low-Fire werden keine Steaks gegrillt (zumindest nicht in Amerika…laut BBQ-Bible).
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