Archiv für August 2007|Monatliche Archivseite
Ferienspiele waren gestern…
…heute ist Australien Urlaub. Früher wurde man von seinen Eltern in den großen
Sommerferien u.U. in die Ferienspiele verfrachtet. Heutzutage wird man nach Australien geschickt. Zumindest ist das der Eindruck, wenn man in unserem Hostel im Frühstücksraum sitzt. Amtsprache ist dort auf einmal Deutsch, da ca. 90% der Gäste deutsch und im abifähigen Alter sind. Auffällig ist der starke Überhang weiblicher Reisender. Wo sind die Jungs…? Wahrscheinlich haben die den Schuss nicht gehört und gehen noch brav in die Ferienspiele. Oder folgen die Abiturientinnen irgendwelchen Erdmagnetfeldern, die vom männlichen Teil der Bevölkerung nicht geortet werden können, und ziehen deshalb einsam nach dem ABI -völkerwanderungsgleich- nach Australien? Sowas gehört mal wissenschaftlich Untersucht! Kein Wunder, dass es in Deutschland so viele Singles gibt, … So kann das ja nix werden!
Verlässt man das Hostel verlieren sich die germanischen Gefährt(inn)en jedoch recht schnell und die Asiaten dominieren das Straßenbild. Und mit ihnen dutzende Marktstände und Läden in denen man Souveniers kaufen kann. Der australische Souvenierhandel (zumindest hier in Sydney) ist fest in asiatischer Hand.
Wir halten uns aber bisher mit dem Kauf diverser Souveniers brav zurück, da morgen unser Inlandsbilligflug ansteht, bei dem nur 20kg Gepäck gestattet sind.
Los gehts morgen um 07:05h vom Flughafen in Sydney von wo uns ein Flieger nach Cairns bringen wird. Dort bleiben wir noch einen Tag in einem Hostel, um danach unseren Campervan entgegenzunehmen. 07:05h Abflug bedeutet für uns aufstehen um 04:30h. Das ist genau die Zeit in der sich unser Körper -Jetlagbedingt- immer nochmal auf 6 Stunden schlaf freut. Bisher sehen unsere Schlafgewohnheiten in etwa so aus: gegen 24:00h erste ernstzunehmende Versuche Schlaf zu finden. Hierbei handelt es sich aber mehr um einen Erschöpfungsschlaf, den der Körper widerwillig eingeht nach der Rennerei den ganzen Tag. Gegen 2-3h ist er dann genug erholt und der Körper ist wieder fit. Ab 4-5 Uhr (deutsche Zeit: 20-21 Uhr) freut sich der Körper auf eine gesunde Portion Schlaf… Kurzum, die Schlafgewohnheiten sind noch optimierbar.
Nun aber weniger von uns und mehr von der Stadt: Hier gibt es einfach wenig zu meckern… Sydney (Achtung bitte bei der Aussprache! Nicht „Sidnaiiii“ (lang und breitgekaut) sondern „Sidni“ (klein und nasal)) ist einfach toll! Und viel gesehen haben wir natürlich auch wieder:
- Gestern
- The Rocks (Die Ersten Siedlung von Sydney. Hier haben wir eine geführte Wandertour gemacht. Sehr, sehr empfehlenswert!)
- Harbour Bridge bestiegen (Hier kann man ordentlich Geld lassen (wie überall in Sydney) (ca. 170-190$) wenn man sich entschließt auf dem Stahlbogen der Brücke entlangzuklettern. Billiger (9$) und mit genauso schönem Ausblick gehts auch, wenn man einfach die Pfeilertürme der Brücke besteigt…)
- Abends: Essen gehen in The Rocks (Sehr lecker! Restaurant mit eigenem Cookhouse. D.h. man geht an eine Fleisch/Fischtheke im Restaurent und sucht sich einen Lappen Fleisch (Fisch) aus, den man sich dann selbst über dem Grill zubereiten kann. Dazu Salatbuffet.)

- Auf dem Nachhauseweg: Circular Quay (Hafenpromenade von Sydney um Nachtfotos von Brücke und Oper zu schießen. Dank eines Tipps eines netten (amerikanischen!?) Touris wurden die Fotos ganz ordentlich (Thanks stranger!)
- Heute
- Flohmarkt (Paddy’s Market…Was heißt eigentlich Plagiatsvorwurf auf chinesisch!?)
- Darling Harbour (Ja…auch schön)
Australien Wildlife World (Schlangen, Spinnen und alles was sonst so in Australiens Wildness umherkriecht oder hüpft. Absolutes Highlight für Silke: Foto mit Koala. Wie auf dem Bild zu erkennen, ist „Charly“ (so heißt der wilde Geselle) extrem aufgeregt über unseren Besuch…der kriegte sich gar nicht mehr ein, so gefreut hat der sich!)
- Mit der Fähre unter der Hafenbrücke durch zum Circular Quay (Aufgemerkt Australienfreunde: Billiger als eine Hafenrundfahrt sind die Fähren, die Rund um Sydney herumfahren. Einfach eine Fähre besteigen und billig von A nach B kommen und dabei noch ‘ne Hafenrundfahrt obendrauf bekommen)
- Flohmarkt in The Rocks (Nachdem der erste Flohmarkt nich so pralle war, noch ein anderer Flohmarkt, diesmal in The Rocks. Und diesmal auch deutlich besser)
Besuch des Löwenbräu Biergartens (Nach dem Besuch des Oktoberfests in Pretoria und Kapstadt (ach ja, und München natürlich), durfte das natürlich nicht fehlen…“Pfundig, saog i„)
- Führung im Opera House (Naja, nicht ganz so „Pfundig“ wie der Eintrittspreis vermuten lies. Das Interiour des von außen so schönen Opernhauses gleicht in seiner zeit- und geschmacklosen Einrichtung dem Einrichtungsstil der Alten Oper in Frankfurt. Wer da schon ‘mal drin war, kann sich recht gut vorstellen wie’s im Inneren der Oper in Sydney aussieht…nun ja. Soll ja mal Zeiten gegeben haben, da fand man das schön…)
So, wie gesagt. Ab morgen sind wir in Cairns und dann (nach einem Abstecher nach Norden) wieder auf dem Weg nach Sydney…schöner Gedanke hier nochmal herzukommen…
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City of possibilities
„Singapore – City of possibilities“ – der selbstauferlegte Werbespruch der Metropole am südchinesichen Meer müsste in meinen Augen eher „Singapore – City of Shopping Malls“ heißen. Die Dichte der Shopping Malls in Downtown Singapore ist wohl kaum zu übertreffen. Wer kauft das ganze Zeugs eigentlich was die hier alles anbieten? Nun scheinbar die… was eigentlich… „Singaporianer“? Klingt mehr wie ne Spezies aus Star Trek. Wie auch immer, der Kleiderschrank der Einheimischen muss jeweils mehrere Hektar groß sein. Sonst würden die Geschäfte hier nicht so gut laufen.
Ferner muss an dieser Stelle mal mit einem landläufig verbreiteten Irrglaube aufgeräumt werden in Singapore ist alles gaaanz sauber. „Da liegt kein Papier auf der Straße!“ So ist es nun nicht. Es ist sauber, aber auch hier klebt der ein oder andere Kaugummi an der Straße und liegt da und dort Müll rum.
Singapore als Stadt ist schön. Die Lage und die Skyline der Stadt sind wirklich beeindruckend.
Auch die Menschen sind nett und helfen einem sehr gerne teilweise unaufgefordert, wenn sie nur sehen, daß man gerade seinen Stadtplan vor sich ausgefaltet hin und her dreht, um die Orientierung zu bekommen. Klar, die Singaporianer sind nicht alle in der Arbeiterwohlfahrt und von morgens bis abends unterwegs um Touristen Gutes zu tun. Zum Beispiel einer unserer Busfahrer. Dem fiel irgendwann an einer Bushaltestelle ein, daß jetzt mal Zeit für ‘ne Pause wäre. Deswegen müssten alle aus dem Bus raus und auf den Nächsten warten…“I’m sorry guys“ war dann auch schon die gesamte Erklärung. Da wird der Werbespruch „City of possibilities“ unverhofft mit Leben gefüllt. Toll, dieses locker leichte Lebensgefühl! Oder: So hat wohl jedes Land seine GdL (Gewerkschaft der Lokomotivführer) bzw. GdB (Gewerkschaft der Busfahrer).
Die so unplanmäßig eingelegte Pause bis zum nächsten Bus haben wir mit Sushi essen verbracht. Mein Einwand, daß Sushi ja wohl eher nach Japan gehört, wir hier aber in Singapore seien (was wohl dem Bestellen von schwedischen Köttbullars in Sizilien gleichkommt), wurde nicht stattgegeben. Mit „Die essen hier auch Reis.“, war die Diskussion beendet und ich hatte mich gefälligst auf Sushi einzustellen.
Das Sushi Restaurant hat, wie jeder geschlossene Raum mit mehr als 10cm³, natürlich auch eine Klimaanlage. Anders wäre es bei dieser Luftfeuchtigkeit auch kaum irgendwo auszuhalten. Jetzt ist die Bedienung einer Klimaanlage wohl eindeutig mentalitätsabhängig. Wärend in Europa Klimaanlagen zwischen „angenehm“ und „etwas kühl“ arbeiten, brummen die Anlagen hier am Anschlag. Alles was einen Raum nicht dauerhaft unterhalb der gefühlten 5°C halten kann, ist kaputt oder für Europäer. Als HNO-Arzt muss man sich hier eine goldene Nase verdienen, soviele Nasen- und Stirnhöhlenentzündungen wie es hier geben muss (Nießende Menschen zumindest hört man überall…ob es sich dabei um verweichlichte Touristen handelt oder um abgehärtete Einheimische konnte allerdings nicht abschließend geklärt werden).
Nach dem Shusi ging unser Touriprogramm weiter. Anbei kurz eine Auflistung der von uns u.a. abgehakten Ziele:
- Chinatown (kleiner als erwartet und nicht ganz so abgeschlossen wir z.B. in San Fransisco)
- Little India (mit einem sehr interessant riechendem Markt. (Was heißt eigentlich Gesundheitsamt auf Englisch!?))
- Arab Street (eigentlich nur eine Strasse mit einer Moschee und vielen Geschäften mit bunten Tüchern)
- Der Hafen (inkl. Hafenrundfahrt. Sehr schöner Blick auf die Skyline)
- Sentosa Island (eine Kreuzung zwischen Disneyland, Palmengarten und einer Shopping Mall)
- Botanischer Garten (sehr schön und überraschend groß)
Alles in allem ein sehr gelungener Zwischenstop, der an dieser Stelle auf jeden Fall weiter zu empfehlen ist, wenn man mal gerade in der Gegend ist…
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Ritas Welt
Das Beste am Fliegen, wie bereits erwähnt, ist das Entertainment Programm (und das Essen…oder vielmehr das gespannte Warten ob das,
was einem da als Essen präsentiert wird, auch wirklich als Essen durchgeht).
Unsere Entertainment-Programmwahl auf dem Flug gestaltete sich wie folgt:
Silke:
- Shreck the third
- Meet the Robinsons
- „nen Frauenfilm“ (!?)
Dirk:
- Shreck the third
- Friends (eine Folge)
- Simpsons (zwei Folgen)
- Futurama (eine Folge)
- Da Ali G Show (eine Folge)
- Ritas Welt (eine Folge)
Ja genau Ritas Welt aus’m RTL. So sieht sie also aus die deutsche TV-Export Hitliste. Ganz oben: Ritas Welt und dann lange nichts mehr…so lange, das
Ritas Welt die einzige dt. Produktion im Singapore Airways On-Demand TV Programm ist.
Nun ist es wohl dem Blutmangel im meinem Hirn zuzuschreiben (in 11km Höhe passieren ja die lustigsten Dinge mit dem Körper…), daß ich mir freiwillig
die nervige rheinische Frohnatur Gabi Köster als Kassiererin Rita irgendwo über dem Hindukusch ansehe. (Das wäre mal was für Peter Klöppel in RTL Aktuell: „Maschine der Singapore Airlines muß in Kabul notlanden, da mehrere Passagiere nach Genuß einer Folge Ritas Welt einen Nervenzusammenbruch erleiden. Wir schalten jetzt zu Antonia Radosch ins über 10000 Kilometer entfernte Singapore…“)
Nun ja, ich hab’s überlebt und ich habe auch keinen Nervenzusammenbruch bekommen. Aber das ist wahrscheinlich auch den lustigen Dingen zuzuschreiben die einem in 11km Höhe passieren…man kann sich Dinge angucken, die man am Boden nie sehen würde.
Wie auch immer, wir beide haben den Flug soweit unbeschadet überstanden und sind im schwül warmen Singapore angekommen, wo wir jetzt versuchen unsere Körper zu übereden, daß 6 Stunden Zeitverschiebung doch total easy sind…


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Die Macht der Vollidioten
Am Montag geht’s los…auf nach Singapore und danach weiter nach Sydney….und dann weiter nach Cairns….und dann mit dem Campervan wieder nach Sydney…dann wieder nach Singapore und zurück nach Frankfurt.
Dank Seatguru.com sollte der Flug sogar einigermaßen entspannt über die Bühne gehen….zumindest für den Teil der Reisegruppe der immer und überall schlafen kann. Der andere Teil, dem ich angehöre, kann eigentlich im Sitzen sowieso nicht schlafen, was der gefühlten guten Laune mit zunehmender Reisezeit einen größerwerdenden Dämpfer verpasst. Da bleibt dann eigentlich nur das Entertainment Programm an Board:
Hier das Programm von Singapore Airlines für August 07 (…falls es noch wen interessiert…)
- Shrek the Third (Yeah!!!)
- Spider-Man 3 (Yeah!!!)
Der Rest ist mir als bekennender Nicht-Cineast völlig unbekannt…
Auch das TV Programm lässt Hoffnung keimen:
- Ali G in Da USA (Yeah!!!)
- Friends (Yeah!!!)
- Futurama (Super-Yeah!!!)
- The Simpsons (Super-Yeah!!!)
Das beste Unterhaltungsprogramm ist aber natürlich immer noch das „Saftschubsen-Ballett“ zu Beginn jedes Fluges. ![]()
Besonders schön ist immer wieder die Vorführung der quitschgelben Rettungswesten, die nach ruckartigem Ziehen an einer kleinen Kordel -Perpetuum Mobile gleich- in der Lage sind sich selbst aufblasen. Die Gesetze der Thermodynamik
scheinen aufgehoben, der Energieerhaltungssatz war schon immer Schrott!
Prima Sache solche Rettungswesten…sie haben nur ein Problem: Die Macht der Vollidioten.
Die oben gezeigte Boeing747-412 hat Platz für 359 Passagiere. Nehmen wir mal an, 10% der Weltbevölkerung (und damit der Passagiere) sind Vollidioten. (Ich überlasse an dieser Stelle dem Leser diesen Prozentsatz evtl. anzupassen)
D.h. statistisch sitzen etwa 35 (der 0.9′tel Vollidiot der mathematisch noch fehlt ist bestimmt nicht lebensfähig….) Vollidioten in der Maschine. Nun, was ist so schlimm daran?
Hier kommen die quitschgelben Rettungswesten ins Spiel. Eigenart dieser Rettungwesten ist, daß sie erst ihre magische Selbstaufblasung entfalten sollen, wenn der Passagier bereits aus einem der 10 Notausgänge geklettert ist.
Werden die Rettungswesten vorher ausgelöst (z.B. von einem in Panik geratenden Vollidiot), ist Bewegungsfähigkeit des Vollidioten so eingeschränkt, daß er mit seiner aufgeblasenen, supersperringen quitschgelben Rettungsweste nicht mehr aus dem Flugzeug kommt und der Ausgang verstopft.
Bei homogener Verteilung der Vollidioten in der o.g. Boeing blockieren also jetzt („in the unlikely case of an emergency“) 3.5 Vollidioten mit aufgeblasener quitschgelben Rettungsweste jeweils einen Ausgang.
Da ist sie also: Die (zugegebenerweise gruppendynamische) Macht der Vollidioten.
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Echte Kerle
Wo gibt’s noch echte Männer?
Nachdem der Marlboroman elendig an seiner ständigen Qualmerei verendet ist, gestaltet sich die Suche nach echten Männern schwierig…
Vielleicht im Stahlwerk? —Hm, wohl nicht wirklich.
Die taz hat sie gefunden! In einem Knast in Manila:
Radio GAGA
Thriller (der große Durchbruch)
Sister Act
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237 Gründe für Sex
Die DPA vermeldet:
237 Gründe für Sex
Super, darauf hat die Welt gewartet! Eine Erklärung warum Menschen Sex haben…
Hier meine persönliche Hitliste:
- „Es war ein Aufnahmeritus für einen Club oder eine Organisation“ (Frauen)
– Was für ein Club ist das?
- „Ich wollte meine Kopfschmerzen loswerden“ (Frauen)
- Endlich geht mal jemand praktisch an die Sache ran…
- „Ich wollte einen Geburtstag oder besonderen Anlass feiern“ (Männer)
- Wie muß ich mir das vorstellen? „Hallo. Herzlichen Glückwunsch. Na denn mal los…“
- „Ich wollte meine Partnerschaft beenden“ (Männer)
- Moment. Ich verstehe da was nicht…
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Es ist…ein Blog!
Super trendig, hip und abgefahren crazy cool wie ich bin habe ich jetzt auch ein Blog! Wurde aber auch mal Zeit…
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