Australien ist auch von der Entfernung her, ‘n ganz anderes Land

Frei nach dem wunderbaren Merksatz der Eintracht Frankfurt Legende Jürgen Grabowski: „Mexiko ist auch von der Entfernung her ‘n ganz anderes Land„, hier ein paar Dinge die Australien von Deutschland unterscheiden (wird bei Gelegenheit ergänzt und erweitert):

Australien hat ‘ne ganz andere Kekskultur
Während sich im heimischen Deutschland nach den 52(?) Zähnen des Leibnizkekses (wahlweise mit oder ohne Schokoseite) und der Prinzenrolle so ziemlich die Palette der Keksklassiker geleert hat, gibt es in Australien (ganz in englischer Tradition) Unmengen an Keksen. Ganze Supermarktreihen sind mit Keksen gefüllt: Gingernut cookies, Choclate chip cookies, Butternut snap cookies, Scotsh Finger, Milk arrow root, Teddybear, Choclate ripple, Milk coffee und so weiter und so fort. Auch werden Kekse bei jeder Gelegenheit gereicht. Wenn man mit dem Boot ablegt (z.B. zum Great Barrier Reef oder irgendwelchen Inseln) gibt’s erst ‘mal (neben dem obligatorischen Tee) ‘nen Keks. Bekommt man bei Singapore Airlines vor dem Start ein warmes aufgedampftes Erfrischungshandtuch, bekommt man hier halt ‘nen Keks. Wohl dem, der da nicht in Verwirrung gerät und versucht das Handtuch zu Essen und sich mit dem Keks das Gesicht abreibt…

Australien hat ne ganz andere Schokoriegelkultur
KitKat, Twix (OIdschool: Raider), Bounty, Mars, Snickers, Milkyway…ok, vielleicht fehlt noch der ein oder andere, aber dann sind des Deutschen Möglichkeiten eines Schokorigels auch schon erschöpft. Der Australier (wieder in englischer Tradition) greift hier raumfüllender in das Marktgeschehen ein: Cherry Ripe, Moro, Dairy milk, Boost, Dairy milk caramello, Picnic, Cadbury dream, Crunchie, Flake, Fry’s turkish delight, TimeOut sind nur wenige Ergänzungen zu den uns bekannten Riegelklassikern wie Snickers und Co.
Erstaunlich genug (wenn es ums Kulinarische aus der englischstammingen Küche geht): Einige der Dinger schmecken sehr gut, wie Selbstversuche beweisen.
(Selbstversuche mit australischer Lakritz hingegen endeten eher fatal: Wie kann man soviel Anisamroma in Lakritz bekommen? Chemisch gesehen ist der Lakritzbrei mehrfach an Anisaroma übersättigt…das kann eigentlich gar nicht funktionieren! Ich fordere die UNO auf, Lakritz zu einer Domäne der Skandinavier zu machen. Die wissen, wie man ‘ne starke Lakritz herstellt, dass es einem die Socken in den Schuhen auszieht!)

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